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Zwischentöne: Sechs Fragen an Anju


Anju

Wer ist Anju?


Das ist eine gute Frage. Die ausführliche Antwort darauf findest du unter der Rubrik „Über mich“.


An dieser Stelle möchte ich dir stattdessen einen kurzen, ehrlichen Blick auf die Person geben, die diese sechs Fragen stellt – und sie hier zuerst selbst beantwortet...


Bevor ich anderen Menschen diese Fragen stellen wollte, wollte ich sie mir zuerst selbst stellen. Nicht, um Antworten festzuhalten, die bleiben sollen, sondern um einen Ausgangspunkt zu schaffen. Denn jede Frage klingt anders, wenn man sie sich selbst stellt. Und jede Antwort ist nur eine Momentaufnahme.


Dieses erste Interview ist kein Maßstab und kein Vergleich. Es ist ein Anfang. Meine Perspektive, mein Jetzt, meine Zwischentöne. Andere Stimmen werden folgen – mit eigenen Erfahrungen, Brüchen, Blickwinkeln und Antworten.


So beginnt dieses Projekt: nicht mit einer Erklärung, sondern mit dem Versuch, ehrlich zu sein.



1. Was beschäftigt dich gerade am meisten?

Im Moment denke ich viel darüber nach, wie ich leben möchte, ohne mich ständig zu überholen. Weniger reagieren, mehr spüren und bewusst agieren. Ich merke, dass vieles laut ist – Erwartungen, Meinungen, Tempo. Mich beschäftigt die Frage, wie ich in all dem bei mir bleiben kann, ohne mich zurückzuziehen.



2. Was hat dich in den letzten Jahren besonders geprägt?

Vor allem das Loslassen von Dingen die mir vermeintlich wichtig waren. Menschen, Pläne, Vorstellungen von mir selbst. Dinge sind nicht so gekommen, wie ich sie mir vorgestellt hatte – und genau das hat mich verändert. Ich habe gelernt, dass Kontrolle oft nur eine Illusion ist und dass Brüche manchmal ehrlicher sind als glatte Wege. Und das Loslassen kein Verlust ist, sondern der Gewinn von Freiheit. Die Freiheit für Neues, Besseres, Echteres.



3. Was sollte man dich unbedingt einmal fragen – tut es aber nie?

Ob ich wirklich zufrieden bin – oder nur gut darin, es so aussehen zu lassen. Diese Frage wird selten gestellt, vielleicht weil die Antwort unbequem sein könnte. Aber ich glaube, sie würde viel Raum öffnen.



4. Was gibt dir Energie?

Menschen, bei denen ich nichts erklären muss. Und Momente, in denen nichts optimiert werden soll: ein Spaziergang ohne Ziel, Musik, die mich unerwartet trifft, Stille ohne schlechtes Gewissen.



5. Was sollten mehr Menschen ausprobieren?

Nicht sofort eine Meinung zu haben und nicht alles bewerten zu wollen. Dinge erst einmal anzunehmen, ohne sie einzuordnen oder zu erklären. Ich glaube, viele Gespräche wären offener, wenn wir uns diese Pause öfter erlauben würden.



6. Was würdest du deinem jüngeren Ich sagen?

Ehrlich gesagt nichts. Ich würde meinem jüngeren Ich keinen Rat geben und nichts verändern wollen. Jede einzelne Erfahrung – egal ob gut oder schlecht – hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Auch die Momente, die ich mir damals anders gewünscht hätte, hatten ihren Platz. Vielleicht gerade sie.

Die vielen schwierigen Erfahrungen haben mich nicht stärker gemacht im lauten Sinn dieses Wortes, aber achtsamer. Sie haben mir gezeigt, wie zerbrechlich vieles ist und wie wertvoll das, was bleibt. Ohne diese Umwege, diese Brüche und Zweifel wäre ich heute nicht hier – und hätte vielleicht auch nicht die Menschen in meinem Leben, die ich heute am meisten liebe.

Gerade weil nicht alles einfach war, kann ich das, was ich heute habe, sehen und würdigen. Zufriedenheit, Dankbarkeit und dieses stille Glück sind für mich keine Selbstverständlichkeit, sondern gewachsen. Aus dem, was wehgetan hat. Und aus dem, was geblieben ist.


Herzlichen Dank, für das Lesen meiner Zwischentöne. Bis bald, Anju!



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