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Notizen zwischen den Momenten

Leise Zwischenräume


Wir sprechen oft über Entscheidungen. Über Neuanfänge, Abschiede, klare Wendepunkte.

Diese Momente lassen sich benennen. Sie haben eine Richtung, eine Form, manchmal sogar eine gewisse Dramaturgie.


Aber der größte Teil unseres Erlebens passiert nicht dort.

Er passiert dazwischen.


In den Stunden, in denen eine Nachricht verschickt ist, aber noch keine Antwort kommt.

In den Tagen, in denen eine Entscheidung innerlich längst gefallen ist, aber noch nicht ausgesprochen wurde. In den Momenten, in denen sich etwas verändert – ohne dass wir genau sagen können, was.


Diese Zwischenräume sind schwer zu greifen. Sie sind oft leise, unscharf, manchmal widersprüchlich. Und vielleicht genau deshalb übersehen wir sie so leicht.

Dabei passiert gerade dort etwas Entscheidendes.


Nicht sichtbar, nicht abgeschlossen – aber spürbar. Ein inneres Sortieren. Ein vorsichtiges Verschieben von Perspektiven. Ein langsames Verstehen dessen, was sich nicht sofort erklären lässt.


Mich interessiert weniger der klare Schnitt als das, was ihn vorbereitet – und das, was danach noch nachklingt. Was passiert in uns, wenn wir uns noch nicht sicher sind? Wenn wir reagieren sollen, aber innerlich noch mitten im Verarbeiten sind? Wenn wir etwas loslassen, ohne sofort Erleichterung zu spüren?


Vielleicht sind es genau diese Zustände, die uns mehr über uns selbst zeigen als die eigentlichen Entscheidungen.


Weil wir dort nicht inszenieren können. Weil wir dort nicht fertig sind.

Sondern einfach mittendrin.


Notizen zwischen den Momenten

Notizen zwischen den Momenten


Aus genau diesen Gedanken heraus entsteht ein neues Projekt auf diesem Blog:


„Notizen zwischen den Momenten“ ist eine fortlaufende Sammlung kurzer Mini-Essays über Übergänge im Alltag.



Jede Notiz beginnt mit einer konkreten Situation – etwas scheinbar Kleinem, Alltäglichem – und entwickelt daraus eine Reflexion über Selbstwahrnehmung, Unsicherheit, Entwicklung und Veränderung.


Es geht um das Warten. Um das Zögern. Um das Verschieben, das Aushalten, das langsame Verstehen. Nicht als Metapher, sondern als reale Erfahrung.


Diese Texte sollen kein Ratgeber und kein Coaching-Format sein. Sie geben keine Antworten und keine Lösungen. Sie versuchen lediglich, Gedanken sichtbar zu machen, die sonst im Hintergrund bleiben.


Denn manchmal passiert das Entscheidende genau dort, wo noch nichts entschieden ist.



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Einmal im Monat ein ruhiger Moment in deinem Postfach –

mit Gedanken, die dich sanft begleiten sollen.

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