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Das Kochkissen - Altes Wissen, neue Küche

Achtsamkeit ist für mich längst mehr als ein Wort geworden – sie begleitet mich durch meinen Alltag, vor allem bei der bewussten Wahl meiner LEBENsmittel und beim Thema Konsum allgemein.


Ich kenne den Bauernhof, auf dem ich mein Fleisch, mein Gemüse und sogar mein Brot kaufe. Und ich schätze jedes einzelne Gespräch, das ich dort bei meinem wöchentlichen Besuch mit der Familie führe. Es ist mehr als nur ein Einkauf – es ist Begegnung.


Jede Woche besuche ich den Hof gemeinsam mit meiner kleinen Tochter und meinem Mann (der mittlerweile sogar dort arbeitet). Wir gehen zu den Tieren, füttern sie zusammen, bleiben stehen und beobachten. Unsere Tochter lernt dabei ganz selbstverständlich, wo unsere Lebensmittel herkommen. Sie erlebt den Kreislauf der Natur und der Nahrungskette nicht aus einem Buch – sondern mit ihren eigenen Händen, Augen und Fragen. Und genau diese Momente erinnern mich immer wieder daran, warum mir Achtsamkeit so wichtig ist.





Und trotzdem hatte ich irgendwann dieses leise Gefühl: Wenn ich wirklich achtsam leben möchte, dann darf meine Haltung nicht an der Kühlschranktür enden. Sie darf nicht aufhören, sobald ich die Einkäufe ausgepackt habe. Sie darf nicht verschwinden, sobald der Herd angeht und der Alltag wieder Tempo aufnimmt.


Also begann ich genauer hinzusehen. Ich fragte mich: Wie koche ich eigentlich? Wie viel Energie verbrauche ich? Welche Materialien umgeben mich jeden Tag – ganz selbstverständlich?



Abschied von Kunststoff und "Küchenmode"


Mir fiel auf, wie viele Dinge in meiner Küche aus Plastik oder Silikon bestanden. Praktisch, bunt, leicht. Aber irgendwie fühlten sie sich nicht mehr stimmig an. Nicht passend zu dem Bild, das ich meiner Tochter auf dem Hof vermittle. Nicht passend zu den Gesprächen über Wertschätzung, Kreisläufe und Verantwortung.


Also begann ich, Schritt für Schritt zu verändern. Nicht radikal. Nicht perfekt. Sondern bewusst.


Ich ersetzte Plastikschüsseln durch Glas, verabschiedete mich von knallbunten Silikonformen und unnötigen Küchengadgets "Made in China". Ich sortierte aus, was sich nicht mehr richtig anfühlte. Verbannte schließlich auch noch das Teflon aus meiner Küche. Mit jeder kleinen Veränderung wurde meine Küche ruhiger. Klarer. Reduzierter. Und ich merkte, wie sehr äußere Ordnung auch innere Haltung stärkt.


Und dann entdeckte ich bei einer Freundin ein Kochkissen. Ich hatte bis dahin noch nie etwas davon gehört aber ihre Begeisterung steckte an.



Das Kochkissen - altes Wissen neu entdeckt


Kochkissen

Die Idee hat mich sofort berührt, weil sie eigentlich uralt ist. Schon im 19. Jahrhundert nutzten Menschen sogenannte Kochkisten. Der Topf wurde nur kurz aufgekocht und anschließend in Heu oder Decken eingebettet. Dort durfte das Essen in Ruhe weitergaren – ohne zusätzliche Hitze, ohne weiteren Verbrauch von Brennmaterial.


Was damals aus Notwendigkeit entstand, fühlt sich heute wie ein stiller Protest gegen unsere Dauerbeschleunigung an.



Mein erster Versuch war eine einfache Karotten-Ingwer-Suppe. Ich röstete die Zwiebel kurz an und brachte dann die Zutaten gemeinsam zum Kochen, stellte den Topf in das Kochkissen – und schaltete den Herd aus.


Es wurde still.


Keine aufsteigende Hitze. Kein permanentes Rühren. Kein Kontrollblick alle paar Minuten. Stattdessen setzte ich mich mit meiner Tochter an den Tisch, wir malten, sprachen über die Tiere vom Hof. Und irgendwo neben uns, ganz unspektakulär, garte unser Essen weiter. Als ich später den Deckel öffnete, war alles perfekt. Und ich hatte nicht nur Energie gespart – ich hatte Zeit gewonnen.


Zeit für Verbindung. Zeit für Ruhe. Zeit für Bewusstsein.



Entdecke die Möglichkeiten


Mittlerweile habe ich noch einige weitere Rezepte ausprobiert und meine Begeisterung dafür ist ungebrochen. Selbst ein Braten ist für das Kochkissen kein Problem – und das Risiko, dass etwas anbrennt, ist quasi gleich null.


Was sich für mich aber noch stärker zeigt als die praktische Seite, ist die innere Veränderung. Dieses Wissen, dass ich den Herd ausschalten darf, dass ich nicht ständig nachjustieren muss, verändert meine Haltung beim Kochen. Ich plane anders. Ich beginne früher. Ich denke in Abläufen statt in Minuten.


Es entsteht ein natürlicher Rhythmus.


Während das Essen im Kissen gart, entsteht Raum. Raum, um den Tisch zu decken. Raum für ein Gespräch. Raum für einen Tee zwischendurch. Es fühlt sich nicht mehr nach „schnell noch fertig machen“ an, sondern nach einem Prozess, der einfach weiterläuft – leise und zuverlässig.


Für alle die, das Kochen damit auch ausprobieren möchten: Das Original Kochkissen wird von Wonderbag produziert . Ich habe mich jedoch für eine in Deutschland produzierte Variante entschieden. Hier findet Ihr Rezepte und alle Infos rund um die vielfältige Nutzung eines Kochkissens.



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