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Schneckentempo - Langsam ist auch ein Tempo

Wir leben in einer Zeit, in der Veränderung am liebsten sofort passieren soll. Neue Ziele, neue Routinen, neue Versionen von uns selbst – bitte am besten gleichzeitig, sichtbar und messbar. Wer langsam ist, gilt schnell als zögerlich. Wer innehält, als unsicher. Und wer Zeit braucht, als jemand, der „noch nicht so weit ist“.


Dabei wird eines gern vergessen: Langsam ist kein Stillstand. Langsam ist ein Tempo.



Veränderung muss nicht laut sein


schneckentempo langsam

Viele Veränderungen im Leben beginnen leise. Nicht mit einem großen Knall, sondern mit einem inneren Verschieben. Mit dem Gefühl, dass etwas nicht mehr passt. Oder dass etwas Neues langsam Raum braucht.


Das Problem ist nicht das Schneckentempo. Das Problem ist der Druck, der von außen – und oft noch stärker von innen – entsteht.



Sätze wie:


„Jetzt zieh es doch endlich durch.“
„Andere schaffen das doch auch.“
„Du musst dich nur mehr anstrengen.“


klingen motivierend, wirken aber häufig genau gegenteilig. Überforderung bringt niemanden weiter. Sie lähmt, verunsichert und sorgt dafür, dass wir entweder abbrechen oder uns selbst verlieren.



Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo


Nicht jeder wächst gleich schnell. Nicht jede Entscheidung braucht dieselbe Zeit. Und nicht jede Veränderung ist reif für den Sprint.


Manche Menschen springen. Andere tasten sich vor. Beides ist richtig.

Niemand hat das Recht, dich zu drängen. Und du selbst auch nicht.


Veränderung ist kein Wettbewerb. Es gibt kein Zeitlimit und keine Ziellinie, an der jemand mitstoppt. Was zählt, ist nicht die Geschwindigkeit, sondern die Richtung.



Kleine Schritte sind echte Schritte


Im Schneckentempo passiert etwas Entscheidendes: Wir bleiben verbunden mit uns selbst.

Kleine Schritte haben Vorteile, die große Umbrüche oft nicht bieten:


  • Sie überfordern das Nervensystem nicht

  • Sie lassen Raum für Anpassung

  • Sie sind nachhaltiger

  • Sie fühlen sich sicherer an


Ein langsamer Schritt ist immer noch Bewegung. Ein vorsichtiges Ausprobieren ist immer noch Entwicklung. Ein Zögern kann ein Zeichen von Achtsamkeit sein – nicht von Schwäche.



Warum Dinge langsam oft besser werden


Was langsam wächst, hat Zeit, Wurzeln zu bilden. Das gilt für neue Gewohnheiten genauso wie für neue Lebensphasen.


Wenn wir uns Zeit lassen,


  • können wir lernen, statt nur zu funktionieren

  • dürfen wir Fehler machen, ohne alles infrage zu stellen

  • wachsen wir in neue Situationen hinein, statt uns hineinzuwerfen


Viele Dinge werden nicht besser, weil wir sie erzwingen – sondern weil wir ihnen erlauben, sich zu entwickeln.



Sich selbst nicht unter Druck setzen ist kein Aufgeben


Langsamkeit wird oft mit Stillstand verwechselt. Dabei ist sie häufig das Gegenteil: eine bewusste Entscheidung für Nachhaltigkeit. Sich selbst keinen Druck zu machen heißt nicht, aufzugeben. Es heißt, sich ernst zu nehmen.


Zu spüren:


  • Was kann ich gerade wirklich leisten?

  • Was fühlt sich stimmig an?

  • Welches Tempo trägt mich – nicht nur heute, sondern auch morgen?



Schneckentempo ist kein Rückschritt


Vielleicht fühlt es sich manchmal so an, als würdest du hinterherhinken. Als wärst du langsamer als andere. Als müsstest du dich beeilen.


Aber Entwicklung ist nicht linear. Und schon gar nicht vergleichbar.


Manchmal ist das Schneckentempo genau das, was dich weiterbringt. Weil es dich bei dir hält. Weil es dich nicht überrollt. Weil es dir erlaubt, wirklich anzukommen.


Langsam ist auch ein Tempo. Und oft das, in dem die Dinge endlich wachsen dürfen.

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